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Lernatelier

Projekt «Themenschule»

Lernatelier HP

Einzelne Lehrpersonen der Real-, Sekundar- und Bezirksschule Seengen haben 2011/2012 am Projekt «Themenschule» der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) teilgenommen. Sie haben sich mit Unterrichtsorganisationsformen auseinander gesetzt und dabei Erkenntnisse für die Zukunft gesammelt.

Eine dieser Unterrichtsorganisationsformen ist das «Lernatelier». Darunter werden im Stundenplan definierte Lektionen verstanden, in denen die Lernenden verschiedene Aufgaben und Themen aus verschiedenen Fächern im eigenen Tempo bearbeiten. Anfangs Woche bekommen die Lernenden die Aufträge und planen dann individuell ihre Arbeit in den Lernatelier-Stunden für die ganze Woche. Sie entscheiden, wann sie für welches Fach arbeiten.
Während des Lernateliers herrscht im Schulzimmer Flüsterkultur. Jeder Lernende hat einen persönlichen Arbeitsplatz für die Einzelarbeit. Partnerarbeiten können sie an den Gruppentischen oder in den Palavrien im Gang bearbeiten.
Lernende, die Mühe haben, sich die Arbeit alleine einzuteilen und mehr Unterstützung benötigen, arbeiten in einer Kleingruppe mit einer Lehrperson. Die Planung wird dann vorgegeben. Idealerweise findet das Lernatelier in den Parallelklassen gleichzeitig statt.  Das ist jedoch nicht immer möglich.
Das Setzen eigener Ziele sowie die Wahl der passenden Lernmethode veranlassen die Lernenden zu gesteigerter Selbstreflexion. Eigenständiges Lernen wirkt sich auch positiv auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler aus.

> Artikel im Schulblatt AG/SO 18-2012 (pdf, 420 KB)

Lernjournal

lernjournalDie Lernenden führen für das Lernatelier ein Lernjournal. Auf der ersten Seite notieren sie die Aufträge für die Woche. Auf der zweiten Seite planen und protokollieren sie die Woche. Auf der dritten Seite reflektieren sie ihre Arbeitsweise und ihr Lernen. Auf der letzten Seite kommentieren sie die Woche.
Das Lernjournal muss immer Ende Woche der Lehrperson abgeben werden. Diese schreibt ein Feedback und gibt es zurück. Wenn es von den Eltern visiert wurde, wird das Lernjournal im Lernportfolio abgelegt.


Ampelsystem

Je nach Arbeitshaltung und Selbstkompetenz werden die Lernenden in drei verschiedene Levels eingeteilt. Lernende mit einer hohen Selbstkompetenz haben mehr Freiheiten, Lernende mit mehr Schwierigkeiten bei der Planung oder bei der Sachkompetenz haben weniger Freiheiten und bekommen mehr Unterstützung. Das Level bleibt für ca. 1 Quartal gleich, danach können die Lernenden schriftlich einen Wechsel beantragen.

Level 3

rot 

       

Der/die Lernende hat Mühe, sich im Unterricht zu konzentrieren. Er/sie muss immer wieder von der Lehrperson ermahnt werden, still zu sein oder zu flüstern. Der/die Lernende erledigt Hausaufgaben nicht immer vollständig und beendet die Lernschritte oft nach dem geforderten Termin. Beim Korrigieren arbeitet der/die Lernende flüchtig, Lücken oder Fehler sind erkennbar. Einträge ins Lernjournal sind unvollständig. Die Heftführung ist unsorgfältig.

Der/die Lernende arbeitet stets unter Aufsicht. Die Planung der Lernatelier-Stunden macht er/sie gemeinsam mit der Lehrperson. Je nach Fach arbeitet der/die Lernende in einer Kleingruppe gemeinsam mit einer Lehrperson im Gruppenraum. Eine Zusammenarbeit mit anderen ist nur in besonderen Fällen möglich. Falls der/die Lernende Ende Woche noch nicht alle Aufträge erledigt hat, muss er an einem anfangs Schuljahr definierten Wochentag länger in der Schule bleiben.

 

Level 2

gelb

 

Der/die Lernende arbeitet bei Einzelarbeiten weitgehend konzentriert. Er/sie hat manchmal noch Mühe still zu arbeiten oder zu flüstern. Der/die Lernende erledigt Hausaufgaben vollständig und hält die Terminvorgaben bei den Lernschritten ein. Allerdings ist er/sie dabei auf die Kontrolle durch die Lehrperson angewiesen. Er/sie arbeitet sorgfältig und korrigiert sichtbar. Die Einträge im Lernjournal sind vollständig. Die Heftführung ist eher sauber.

Der/die Lernende darf im Lernatelier weitgehend selbständig arbeiten und selbst wählen, welche Lernatelier-Stunden er/sie wie nutzen möchte. In Absprache mit der Lehrperson darf der Lernende auch mit jemandem zusammen arbeiten. Aufträge werden von der Lehrperson genau kontrolliert. Der/die Lernende muss nach jedem Lernatelier-Block zeigen kommen, was er/sie gearbeitet hat. Falls der Lernende Ende Woche noch nicht alle Aufträge erledigt hat, muss er an einem anfangs Schuljahr definierten Wochentag länger in der Schule bleiben.

 

Level 1

gruen

 

Der/die Lernende arbeitet bei Einzelarbeiten konzentriert und still. Wenn er/sie etwas besprechen muss, flüstert er/sie leise. Er/sie erledigt Hausaufgaben sorgfältig und vollständig und beendet selbständig die Lernschritte zum (oder vor dem) geforderten Termin. Er/sie arbeitet sorgfältig und korrigiert sichtbar und genau. Die Einträge im Lernjournal sehen ansprechend aus und sind differenziert und vollständig. Die Heftführung ist sauber und übersichtlich.

Der/die Lernende darf im Lernatelier selbständig arbeiten und selbst wählen, welche Lernatelier-Stunden er/sie wie nutzen möchte und mit wem sie/er arbeiten möchte. Er/sie darf auch ohne Aufsicht arbeiten. Es gibt nur eine leichte Kontrolle durch die Lehrperson. Der/die Lernende darf während der Lernatelier-Stunden mit Kopfhörern Musik hören und falls er/sie die Aufträge frühzeitig beendet hat, am Freitag eine Lektion früher nach Hause gehen.

 

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